🇱🇦 Nong Khiaw

Nach einer holprigen, aber auch erträglichen 4h Fahrt nordwärts sind wir im kleinen Städtchen Nong Khiaw angekommen. Dieser Ort ist in den letzten Jahren besonders wegen seiner malerischen Landschaft und der vielen umliegenden Berge bekannt. Außerdem schlängelt sich ein sehr sauberer Fluss durch die Kalkstein-Felsen, der für Bootsfahrten und Kajak-Ausflüge genutzt wird.

Der Ort selbst hat nur wenige Einwohner aber umso mehr Touristen. Hier reihen sich Gästehäuser und Restaurants aneinander – erstere recht einfach, letztere zum Niederknien gut. Wir haben hier 3 Nächte verbracht und jedes Essen und jede Wanderung genossen. Leider bringt es die lokale Wetterlage mit sich, dass vormittags immer Nebel ist und erst am Nachmittag die Sonne rauskommt. So sind wir immer länger im Bett liegen geblieben (es war ja auch recht kühl und gab keine Heizung im Zimmer) und gingen erst gegen Mittag raus. Am letzten Tag kam die Sonne schon um 10:00 raus, was wir dann für eine intensive Wanderung genutzt haben.

Highlight 1: Der Viewpoint „Sleeping Woman“

Da es am ersten Tag im Ort erst spät am Nachmittag sonnig wurde, haben wir diesen Viewpoint im Nebel erwandert und sind dann auf der Spitze im Nebel gesessen. Dadurch war der Pfad recht rutschig, aber wir haben die 400hm gut geschafft. Von hier aus hat man angeblich einen tollen Blick auf den Ort, die umliegenden Berge und den Fluss. Wir hofften zwar auf besseres Wetter, aber haben den Auf- und Abstieg in den Wolken absolviert (siehe Foto). Am nächsten Tag hatten wir Muskelkater in den Armen, da wir uns beim Abstieg so an die gespannten Stromkabel geklammert haben, weil es so unglaublich rutschig war 🙂

Highlight 2: Die Viewpoints Phadeng Peak & PhaMery

Diesen 750hm Gewaltmarsch haben wir am zweiten Tag in der Mittagszeit gemacht – kurz nachdem die Wolkendecke aufgerissen ist und es klar war, dass wir an diesem Tag eine tolle Sicht genießen konnten. Dementsprechend heiß war auch der Aufstieg durch den Dschungel.
Hier darf man auf keinen Fall den Pfad verlassen, da überall in den Wäldern noch Blindgänger vom Vietnamkrieg liegen… schlimm!
Der erste Viewpoint war noch gut zu erreichen und ist mit seinen 390hm auch familientauglich. Dann ging es aber erst richtig los. Es wurde steiler und felsiger – nach einer weiteren Stunde waren wir dann am zweiten Gipfel und so fertig, dass wir dort 30min Pause brauchten. Ganz schön anders hier zu wandern bzw. zu klettern – die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze machen jeden Meter nach oben gefühlt doppelt so anstrengend. Auf jedem Gipfel gibt es hier eine kleine Holzplattform mit Zelten – man kann man also auf jedem Viewpoint übernachten und den Sonnenunter- und aufgang bewundern. Da wir aber nicht all unsere dicken Sachen raufschleppen wollten, sind wir am selben Tag wieder hinuntergegangen und haben die Nacht im VIP-Zimmer unseres Gästehauses verbracht 🙂

Highlight 3: Essen und Trinken. Auch hier wieder ein Genuss. Es gab viele gute Restaurants und auch tolle Sunset-Bars, die wir nutzten, um unsere durchaus durchwachsenen Eindrücke von Laos mit anderen Reisenden bei einem Beer Lao zu besprechen.

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