Nach unserer Wüsten-Nacht sind wir weiter nordwärts gefahren und haben schließlich die ersten beiden großen Wadis an der Südseite der Berge erreicht – Wadi Bani Khalid und Wad Hawer. Bani Khalid hat uns leider nicht so begeistert, da es gerade eine riesige Baustelle ist. Hier wappnet man sich für große Touristen-Anstürme und baut ein großes Restaurant und einen Supermarkt direkt am Wasser. Sicher mal nett, wenn es fertig ist, aber gerade war es nur laut und ungemütlich. Die Touristen haben sich dann alle im oberen Bereich des Wadis geballt, was es auch hier recht voll und ungemütlich machte… kurz: wir haben einen Kaffee getrunken und waren dann wieder weg.
Dann ging es zum gerade auf Instagram recht gehypten Wadi Hawer. Anfangs waren wir etwas skeptisch aber nach den ersten 500m im Tal haben wir begriffen, warum die Leute gerade so schwärmen von diesem Wadi. Helle Felsen, türkises Wasser und tolle Schwimmgelegenheiten: wer die kleine Wanderung durch sehr unwegsames Gelände nicht scheut, wird extrem belohnt. Uns hat dieses Wadi so gut gefallen, dass wir ganz in der Nähe übernachtet haben und am nächsten Tag noch einmal da waren – beim zweiten Mal noch weiter ins Tal hinein. Wahnsinn! Unbedingt einen Besuch wert!
GPS-Route für den Canyon gibt es aufgrund der hohen Wände keine aber soviel kann gesagt werden:
500m bis zu den ersten Pools – hier kann man schon schwimmen und in weitere Pools waaten oder auch spazieren. (0 Euro)
2km bis zu den großen Teichen – diese Strecke ist schon recht anspruchsvoll. Man muss sich die Route selbst suchen und auch viel klettern. Unterstützung kann man hierbei von lokalen Guides bekommen. Das ist zwar nicht gratis, aber wenn man unsicher ist und trotzdem dieses tolle Wadi besuchen möchte, sollte man sich auf jeden Fall begleiten lassen! Hier sind auch die ganz tiefen Teiche (20m+), bei denen man von den hohen Klippen springen kann. (0 Euro, mit Guide ca. 20 Euro)
8km bis zum Ende des Canyons – dieses Abenteuer dauert einen ganzen Tag und ist nur mit einer geführten Tour möglich. Man muss viel klettern, sich abseilen usw. – also wirklich sehr abenteuerlich. Am Ende des Canyons wird man dann von einem Jeep abgeholt und zum Ausgangspuntk zurückgebracht. (150-200 Euro inkl. Transport und Equipment)
Wir haben uns für die 0 Euro 2km Route entschieden 🙂








