Unsere Wadi-Tour führte uns am nächsten Tag zum berühmten Wadi Shab. Es liegt am Ende eines Tals und ist nur per Boot erreichbar. Genauer gesagt: Zuerst setzt man mit einer kleinen Fähre über den Fluss, anschließend wandert man etwa 40 Minuten ins Tal hinein. Erst dann erreicht man den Bereich, in dem das eigentliche Abenteuer beginnt.
Der Abschnitt, den man schwimmend erkunden kann, ist länger als in jedem anderen Wadi, das wir besucht haben. Rund 30 Minuten ist man im Wasser unterwegs, bis man eine Höhle erreicht. Wer sich traut, kann hineinschwimmen. Dort warten ein kleiner Wasserfall und – nach einer kurzen Kletterpartie über einen steilen, rutschigen Felsen – sogar ein zweiter, versteckter Wasserfall. Wir haben uns das allerdings nicht mehr zugetraut, denn das Seil sah schon ziemlich alt aus und der Fels war wirklich sehr rutschig.
Wadi Shab ist sehr bekannt und entsprechend gut besucht. Allein ist man hier praktisch nie. Vor allem viele Familien kommen hierher, da die ersten Pools groß und angenehm flach sind – perfekt für Kinder. Wer es etwas ruhiger mag, sollte möglichst früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag kommen. Allerdings fährt die Fähre nur bis 17:00 Uhr. Verpasst man die letzte Überfahrt, bleibt nur noch das Schwimmen über den Fluss – oder eine Übernachtung im Tal. 🙂





