🇬🇪 Wardsia

Stellt euch mal vor, ihr fahrt durch eine enge Schlucht, durch die sich eine kurvige und schmale Straße schlängelt – umgeben von hohen Felswänden und noch höheren Bergen. Und dann liegt plötzlich mitten im Fels eine Höhlenstadt, die in ihrer Blütezeit bis zu 50.000 Menschen beherbergte. Genau dann habt ihr Wardsia gefunden.

Dieser Wohnkomplex in einer hohen Sandsteinwand wurde einst als Grenzanlage angelegt und später zu einem Kloster umfunktioniert. Heute ist er einer der südlichsten Touristen-Hotspots Georgiens. Und auch wenn Wardsia ziemlich weit ab vom Schuss liegt – hier sollte man unbedingt vorbeischauen und staunen.

Die einzelnen Höhlen sind über eine große Sandsteinwand verteilt und können über Gänge und verschiedene Wege im Außenbereich erreicht werden. Hier gab es allein 14 Kirchen und Gebetsräume, eine Bäckerei, eine Traubenpresse und eine Weinkelterei und vieles mehr. Mit Wasser wurden die Menschen über Zisternen und eine unterirdische Quelle versorgt, die man auch heute noch besichtigen kann.

Das Herzstück ist das Stadttor und natürlich die orthodoxe Kathedrale. Bis heute leben hier fünf Mönche in den Felswohnungen und kümmern sich unter anderem um den Verkauf von Ikonen und anderen heiligen Gegenständen.

Wir haben hier über zwei Stunden verbracht und sind unzählige Stufen hinauf- und wieder hinabgestiegen. Auch das gehört dazu, wenn man diese beeindruckende Anlage besucht.

Am gegenüberliegenden Flussufer, gleich bei der Brücke, sind wir dann in einem Restaurant eingekehrt – mit Blick auf die Felsenstadt. Hier gab es wieder unser Lieblingsgericht in Georgien: Lobio (Bohneneintopf mit Koriander) mit Mschadi (Maisbrot).

Mmmmm!

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